Der fantastische Mr. Fox

Kinoplakat Der fantastische Mr. Fox

Die Katze lässt das Mausen nicht und dem Fuchs liegt die Hühnerjagd im Blut. Wie oft die besorgte Ehefrau und Mutter seines Sohnes auch mahnen mag - der charmante Mr. Fox kann es einfach nicht lassen und bringt mit seiner Abenteuerlust die gesamte Tierwelt in Gefahr.

Mr. Fox ist ein etwas eitler, aber liebenswerter Fuchs. In letzter Zeit versucht er es etwas ruhiger angehen zu lassen mit Eigenheim in schöner Lage und einem festen Job bei einer Zeitung. Frau und Kindern zuliebe. Doch tief in seinem Innern ist er ein umtriebiger Fuchs geblieben, der es nicht lassen kann, das eine oder andere Huhn zu stehlen. Gerade hat er es auf die Farmen der Geflügelzüchter Boggis, Bunce und Bean abgesehen. Die fühlen sich jedoch in ihrer Ehre verletzt und schlagen zurück. Davon ist nicht nur Familie Fox betroffen, sondern die gesamte Tierwelt gerät unter Beschuss, weil die Bauern zum Großangriff übergehen.

Kritik

Zunächst sticht beim Film die eigenartige Animationstechnik ins Auge. Die Stop-Motion-Technik, die beispielsweise auch bei "Coraline" zum Einsatz kommt, wirkt hakelig. Das ist beabsichtigt und verleiht dem Film einen ganz eigenen, leicht antiken Charme. Ebenso die oft gewählten Perspektiven, die das Bild mal wie bei einem offenen Puppenhaus als Querschnitt zeigen oder es wie aus einem Bilderbuch erscheinen lassen. Gelungen ist auch die herrlich absurd surreale Note der Handlung. Offensichtlich ist Wes Anderson genau der Richtige um das Kinderbuch von Roald Dahl zu verfilmen.

Auf Dauer relativiert sich der anfangs begeisternde Eindruck. Dann fällt auf, dass Anderson seine Stilmittel wiederholt, diese Puppenhaus-Optik bereits "Die Tiefseetaucher" bieten und die Einteilung in Kapitel die "Royal Tenenbaums". Zudem wiederholen sich die Szenen und Einfälle und mindern den Eindruck zusehends. Ich will nicht so weit gehen zu behaupten, dass der Film darunter leidet. Es ist nur so, dass der anfängliche Zauber an Wirkung verliert.

Fazit
Der Film "Der fantastische Mr. Fox" kann als Kinderfilm wie auch als Erwachsenenfilm gelten. Die in der Pressevorführung anwesenden Kinder freuen sich an den gespielten Witzen, während die Erwachsenen auch die teils sehr bösen Untertöne verstehen. Schade ist nur, dass die frischen Ideen nicht für die gesamte Filmlänge reichen und die Handlung mit Längen kämpft.
Filmkritik: Thomas Maiwald
Wertung: 70 %


Original Filmtitel: Fantastic Mr. Fox
Land: USA
Jahr: 2009
Laufzeit ca.: 88
Genre: AbenteuerAnimationFamilieKomödieKrimi
Verleih: 20th Century Fox
FSK-Freigabe ab: 6 Jahren

Kinostart: 13.05.2010
Heimkino: 17.09.2010

Regie: Wes Anderson
Drehbuch: Wes AndersonNoah Baumbach
Literaturvorlage: Roald Dahl

Sprecher: Christian Berkel (Mr. Fox) • Andrea Sawatzki (Mrs. Fox)

Produktion: Wes Anderson • Allison Abbate • Jeremy Dawson • Scott Rudin
Szenenbild: Nelson Lowry
Kamera: Tristan Oliver
Musik: Alexandre Desplat
Schnitt: Ralph Foster • Stephen Perkins • Andrew Weisblum


Bild: 20th Century Fox

1 customer review

gut
13.05.10
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